Radio Donnersberg

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Der Zufall wollte es, dass ich Sommer 1983 einen alten Bekannten rein zufällig auf dem Augustmarkt in Kirchheimbolanden beim Stöbern an einem Plattenstand traf. Beim gemeinsamen Durchblättern der schwarzen Scheiben kamen wir ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass auch er sich fürs Radio interessierte. Sofort machten wir einen Termin aus, an dem wir uns - unter Zuziehung meines Freundes - treffen wollten. Das Treffen fand statt, und wir beschlossen, uns zu organisieren, um bei der anstehenden Lizenzvergabe überhaupt eine Chance zu haben. Aus finanziellen Gründen stand uns lediglich die Gründung eines Vereins zur Verfügung. Am 25. September 1983 fand die konstituierende Sitzung der "Interessen-Gemeinschaft Radio Donnersberg" im Nebenzimmer eines Gasthauses in Kirchheimbolanden statt. Ausser uns drei Initiatoren hatten wir noch neun Bekannte überredet mitzumachen, damit die vorgeschriebene Mindestzahl von Gründungsmitgliedern von sieben mit Sicherheit erreicht wurde. Am 27. Oktober 1983 wurde der Verein unter dem Aktenzeichen VR 1288 ins Vereinsregister des Amtsgerichts Rockenhausen in Kaiserslautern eingetragen. Gleichzeitig wurde schnellstens damit begonnen, die neuen Interessenten, die bisher kaum eine Ahnung vom Radiomachen hatten, in Crash-Kursen auszubilden und neue Mitarbeiter auf ehrenamtlicher Basis zu gewinnen.


In meinem Keller wurde ein provisorisches Mini-Studio mit Primitivstgeräten eingerichtet. Hier wurde fortan zweimal pro Woche abends trainiert. Parallel sorgte der neue Verein für Öffentlichkeitsarbeit. Die Bevölkerung sollte für das neue Lokalradio interessiert werden.


Wir senden


Der Verein, der von meinem radio-interessierten Bekannten geleitet und von mir als Schriftführer begleitet wurde, bemühte sich nun über das Justizministerium, eine Erlaubnis zu bekommen, im neuen Kabelpilotprojekt Sendungen ausstrahlen zu dürfen. Diese bekamen wir auch rasch, und die Ludwigshafener Anstalt für Kabelkommunikation (AKK) - der Vorläufer der heutigen LPR als Genehmigungsbehörde - gab uns auch die Sendegenehmigung. So sollte Radio Donnersberg beginnen, montags von 19 bis 21 Uhr ein Magazin mit Donnersberger Touch zu senden, das bei mir im Keller produziert und per Cassette nach Ludwigshafen geschickt werden sollte.


Doch so weit kam es gar nicht. Noch während der Vorbereitungen zu diesen aufgezeichneten wöchentlichen Sendungen brachte unser damaliger Vorsitzender Neuigkeiten aus Ludwigshafen von einer Sitzung mit der Genehmigungsbehörde mit. Danach sollte schnellstens eine landesweite freiabstrahlende Privat-Senderkette gebildet werden. 216 Veranstalter interessierten sich für diese Möglichkeit. Der damaligen CDU-Landesregierung wurde oft vorgeworfen, sie habe diese Kette nur schaffen wollen, um den rheinland-pfälzischen Zeitungsverlegern den Zugang zum Privatfunk zu ermöglichen. Und nun gab es all diese Interessenten; der Trägerverein von Radio Donnersberg war einer davon. Die AKK legte daraufhin fest, dass sich die potenziellen Anieter in Gemeinschaften zusammenschliessen sollten. Diejenige mit den besten Aussichten und der gesellschaftlich relevantesten Zusammensetzung sollte den Zuschlag erhalten. Warum auch immer - es wurde viel spekuliert von wegen politischer Durchsetzbarkeit des Verlegerfunks usw. -, letztlich erhielten alle vier Anbietergemeinschaften mit allen 216 Veranstaltern den Zuschlag zusammen.


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