Radio Donnersberg

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Die nächste Stufe


Radio 4 bröckelte, der Erfolg blieb aus. Zunächst verkaufte Radio 85 seine Anteile an RPR. Und 1989 legte die aus der AKK hervorgegangene Genehmigungsbehörde LPR (die AKK war nur noch Studiobetrieb) fest, dass die anstehende Lizenzverlängerung nur noch an einen einzigen Anbieter ginge. Das konnte nur RPR sein. Der innerlich von Querelen gebeutelte LR verkaufte dann, und schliesslich auch PRO Radio 4. Für uns bedeutete das erst einmal das Aus für unsere Sendetätigkeit. Miteigentümer an Radio 4 - dann "Radio RPR" - ist Radio Donnersberg bis heute.


Zu dieser Zeit kam Endstimmung auf. Keiner wusste so recht, wie es weitergehen sollte. Zwar hatte man bisher kein eigenes unabhängiges Programm senden können, aber wenigstens durfte man "mitsenden": das war jetzt vorbei. 1990 verkabelte die Stadt Kirchheimbolanden ihr Gebiet mit Breitbandkabel. Der damalige Bürgermeister kam auf uns zu und meinte, es sei doch nur logisch, dass wir darin unser Programm ausstrahlen könnten. Darauf konzentrierte sich nun unser Wirken. Plötzlich war wieder Aufbruchstimmung da. Wir mieteten Räume im historischen Vorstadtturm, bauten die Technik weiter aus, rekrutierten weitere Mitarbeiter. Das Management unter meiner Leitung war damit beschäftigt, die notwendige Lizenz einzuholen und Verträge mit den zuständigen Stadtwerken wurden ausgehandelt. Nach vielen Verhandlungen bekamen wir im Mai 1991 die Genehmigung der LPR, und nach noch mehr Verhandlungen gingen wir am 1. November 1991 endlich auf Sendung. Für die Werbung sorgte von da an eine Kollegin, die auf Provisionsbasis arbeitete und dafür ihren Job aufgab.


Unter eigener Regie


Das Programm an Samstagen und Sonntagen bestand aus jeweils zehn Stunden Livesendungen. Werktags sendete man zwei Stunden live, und um die vorgeschriebene Mindestsendestundenanzahl von fünf zusammen zu bekommen, wiederholte man drei Stunden Programm vom Wochenende. Und obwohl die Kirchheimbolander Geschäfte zaghaft Werbung schalteten, die Hörer blieben aus, die Werbung ging wieder zurück. Damals begann ich, ums überleben des Senders zu kämpfen. Ich rannte förmlich der mittlerweile sozialdemokratisch geführten Landesregierung in Mainz die Tür ein. Immerhin waren wir das, was die SPD mit dem LR nicht geschafft hatte: ein alternatives Radioprogramm (im Sinne von "nicht-Verlegerfunk" in Rheinland-Pfalz.). Und tatsächlich, es wurde nach viel Hin und Her (urplötzlich) eine freie Frequenz für den Raum Kirchheimbolanden gefunden: die 97,1 MHz. Ab 24. Mai 1994 sendete sie. Inzwischen waren wir vom Vorstadtturm in ein städtisches Gebäude gegenüber unseres bisherigen Domizils eingezogen.


Zuerst sendete Radio Donnersberg weiterhin das "Kabelprogramm", zwei Stunden live und drei Aufzeichnungen. Den Rest bestritt ein CD-Wechsler.


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